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Architektur Harald Baumann Stuttgart u3ba
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Museum_Haus der Weimarer Republik_2017

(Projekt als Partner der u3ba PartGmbB)



Die Leitidee ist die Verdeutlichung und Visualisierung des allgegenwärtigen Themas „Schichtung“ unterschiedlichster Epochen. Die Schichtungen, von der Stadtmauer über das Zeughaus, der Kunsthalle zum Neubau des Zeughauses sollen die lange Geschichte am Ort verdeutlichen. Dieses historische Umfeld könnte dazu beitragen die Entwicklung der Demokratie und der Weimarer Republik mit bauzeitlichen Querverweisen zu erklären und so in die Ausstellungskonzeption mit einbezogen werden.
Die strukturellen, baulichen und nutzungsbedingten Brüche werden wo nötig eliminiert, mit dem Neubau wird ein weiterer Baustein hinzugefügt der sich mit dem Bestand zu einem Ensemble verbindet sich aber strukturell deutlich abgrenzt.
Der Neubau auf den Bestandsmauern des Zeughauses zeigt sich klar modern, fügt sich dennoch hinsichtlich Kubatur, Struktur und Textur in die historische Umgebungsbebauung von Weimar ein.
Der Mix aus historischen Gebäuden sowie moderner Museumsarchitektur spiegelt sich in der Materialität. Das Material Backstein führt zu einer starken Identität des Hauses und bildet durch die helle Farbe eine Einheit mit dem bestehenden, historischen Sockel aus hellen Naturstein. Die perforierte Fassade bildet eine spannende Ambivalenz zwischen geschlossen und offen, zitiert durch die symmetrischen Öffnungen die Originalfassade des Zeughauses und erzeugt einen spannungsvollen Dialog mit der umliegenden Altstadt. Durch die versetzte Textur der Fassade entsteht der Eindruck, dass sich ein Körper erst formt und bezieht sich ebenso auf die inhaltliche Institution, die das Haus beherbergt.