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Architektur Harald Baumann Stuttgart u3ba

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Kindergarten Ostfildern 

(Projekt als Partner der u3ba PartGmbB)

Leitidee
Die Leitidee ist die städtebauliche Einbindung des Kindergartens in die bestehende Wohnbebauung durch die maßstabsgerechte städtebauliche Gliederung der beiden Häuser und die Bildung eines Quartiersplatzes, der als Elterntreffpunkt und neuer Zugang zum öffentlichen Spielplatz dienen soll. Das Gebäude öffnet sich großzügig zum parkähnlichen Außenbereich mit einer Holzfassade während es sich zur Straße mit seinen gerade geschnittenen Dachziegel an Dach und Wand vor allem geschlossen zeigt, mit wenigen präzise ausformulierten Öffnungen.
Die beiden Baukörper fügen sich gut in die bestehende Bebauung ein, sind aber städtebauliche und architektonisch als Sonderbau klar zu erkennen. Dadurch entsteht ein Gebäude mit hohem Identifikationswert. Das Zwei-Haus-Prinzip trägt den unterschiedlichen Bedürfnissen nach Ruhe und Bewegung von Kindergarten- und Krippenkindern Rechnung. Die Gebäude stehen so zueinander, dass strukturierte und gut nutzbare Außenräume entstehen.

Architektonisches Konzept, Gebäude und Funktionalität:
Der Vorteil des Zwei-Haus-Prinzips mit einer gemeinschaftlichen Mitte liegt, bei der hohen Funktionalität, der inneren Flexibilität und der ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit.
Die innere Erschließung ist übersichtlich und bietet mehr als nur Verkehrsflächen. Die Flure sind vielseitig nutzbar, sind gut belichtet und bieten vielfältige Szenarien für Spiel und Aufenthalt. Die übereinanderliegenden Flure sind einfach über Treppen gut zu erreichen. Dies ermöglicht auch den Kindergartenbereich als offenes Kindergartenkonzept über zwei Geschosse mit Themenzimmern zu nutzen. Es sind aber auch 3 fest zugeordneten Gruppenräumen z.B. im EG und dazugehörige Sonderräume (Ruheraum etc.) im OG möglich.Der Kleinkindbereich ist ebenerdig erreichbar und mit direktem Zugang in den Außenbereich.

Freiraumplanerisches Konzept:
Das Thema des freiraumplanerischen Konzepts ist die Bildung von öffentlichen und gemeinschaftlichen Außenräumen die in beiden Fällen multifunktional in die umgebende Bebauung eingebunden sind.
So ist der Vorplatz des Kindergartens zugleich Elterntreff, öffentlicher Quartiersplatz mit erhaltenswertem Einzelbaum und Zugang zum bestehenden Spielplatz im Norden.
Der geschützte gepflasterte Außenraum des Kindergartens ist befestigte Spielfläche für alle Kinder, möglicher Festplatz bei Kindergartenveranstaltung sowie Abgrenzung des Kindergartenfreibereichs vom Freibereich für die Kleinkinder.
Alle Gruppenräume haben direkten Bezug zum großzügigen Außenbereich mit ca. 1050m² auf denen diverse Spielgeräte und Spielflächen ausgedehnt angeordnet werden können.
Energetisches Konzept
Das günstige A/V-Verhältnis wird durch eine hochgedämmte Hülle und Dreifachverglasung verbessert. Der so minimierte Heizbedarf deckt sich durch die Heizzentrale mit Gas-Brennwertheizung. Zusätzlich können auf den nach Westen orientierten, flach geneigten Dachflächen großflächig PV-Module aufgebracht werden. Damit kann die EnEV 2016 erfüllt werden.
Die grundsätzliche Temperierung erfolgt über Fußbodenheizung. Im Sommer unterstützt die Dachform und deren Orientierung nach Osten und Westen, die Vermeidung solarer Einträge. Durch die natürliche Thermik, die durch kühle Luft für Nachtauskühlung sorgt, wird auch im Sommer ein angenehmes Klima garantiert. Dazu werden in der zum Garten hin orientierten Fassade Zuluftöffnungen vorgesehen. Die kühle Außenluft kann so nachts durch die großzügigen Lufträume im Flur das Gebäude durchströmen und am First, in den dort angeordneten Dachfenstern, wieder austreten.
Konstruktion und Material Das Tragwerk besteht aus einer Massivkonstruktion aus tragenden Mauerwerks- und Stahlbetonwänden im EG und OG. Die Flurwand ist die tragende Innenwand und sorgt so für baustoffspezifische und ökonomische Spannweiten. Die Außenfassade wird mit einer vorgehängten Holzfassade verkleidet. Einzelne Bauteile im Innenraum werden in Sichtbeton hergestellt um eine ausgewogene Materialzusammenstellung aus steinernen und hölzernen Flächen zu erzielen. Kennwerte:
BGF  1.125 qm
NF (1-7) EG:
369 qm / OG: 319 qm / Gesamt: 688 qm

TF: 16 qm
VF: 226 qm (inkl. Spielflure)
BRI: 4496 cbm

                                        Programm:                                       

Neubau Kindergarten mit 3 Kindergartengruppen (3 – 6
Jahre / 60 -70 Plätze) und 1 Krippengruppe (0 – 3 Jahre / 10
Plätze).
                                                                              Baukosten:

(KG 300-400)    3,0 Mio € brutto